Marc Juncke EDV Beratung

10 unglaublich einfache Massnahmen, die jeder anwenden sollte, um online sicherer unterwegs zu sein

Anfang diesen Monats wurde bekannt, dass es per Fernsteuerung möglich ist, die Webcam älterer Macbooks zu aktivieren, ohne dass dabei die Kontrollleuchte aufblinkt. Das ist schon unheimlich, aber es gibt ganz einfache Möglichkeiten, uns vor derartigen Angriffen zu schützen. Ich habe hier mal eine Liste mit 10 Massnahmen zusammengestellt, die wirklich jeder, der sich online bewegt, befolgen sollte.

1. Verdeckt die Kameras Eurer onlinefähigen Geräte mit einem leicht zu entfernenden Sticker  

Wie oben schon erwähnt, können Geräte, die online sind, von Hackern gekapert werden. Wenn also eine Kamera auf Euch gerichtet ist, und Ihr diese nicht gerade verwendet, deckt sie einfach ab. Ich persönlich nutze dazu meistens Post-It® Klebezettel.

2. Vergesst nicht Eure Daten zu löschen

Es ist eine ganz einfache Gleichung; je mehr Daten von Euch vorhanden sind, desto mehr Daten können auch gekapert werden. Sorgt also dafür, dass so wenig wie möglich von Euch gefunden werden kann. Dazu ist es am Effektivsten, wenn Ihr nicht mehr benötigte Daten einfach löscht.

3. Ego googelt Euch regelmäßig

So bleibt Ihr auf dem Laufenden, was über Euch im Netz veröffentlicht wurde. Falls etwas dabei sein sollte was Euch jetzt nicht so gefällt, gibt es dafür auch Massnahmen die Ihr ergreifen könnt. Aber dazu schreibe ein anderes Mal etwas.

4. Richtet Euch einen Passwort-Schutz für Eure Mobilgeräte ein

Egal ob es jetzt ein Smartphone, Tablet oder Euer Laptop ist. Keines dieser Geräte wird ohne Passwortschutz verwendet. Das Argument mit der vermeintlichen Bequemlichkeit zählt nicht und ist darüber hinaus auch noch dumm. Ihr lasst Euer Auto ja auch nicht geöffnet, weil der Vorgang des Aufschliessens so anstrengend ist, oder? Überlegt doch einfach mal ganz kurz wie unangenehm Ihr es findet, wenn eine Person, der Ihr ein Bild zeigt, auf einmal anfängt nach links oder rechts zu blättern…; richtet Euch also jetzt sofort einen Passwort-Schutz ein, falls Ihr noch keinen nutzen solltet. Ob Ihr dafür jetzt eine PIN oder ein Muster nehmt ist vollkommen wumpe, solange Ihr überhaupt einen Schutz nutzt.

5. Gebt Eure Daten nicht an jeder Ecke raus

Wenn Ihr in der Bahnhofskneipe von einem betrunkenen Penner nach Eurer E-Mail Adresse gefragt werdet, gebt Ihr sie ihm nicht, oder doch? Warum also sollte jeder Uniform tragende Angestellte vom Laden an der Ecke Eure E-Mail Adresse bekommen, wenn er oder sie Euch danach fragt? Wisst Ihr auch nicht? Dann lasst es doch einfach und gebt Eure Daten nur raus wenn Ihr wollt. Ihr habt das gute Recht „Nein“ zu sagen und seid dann noch nicht mal unhöflich.

6. Vergesst nicht Euch auszuloggen wenn Ihr Euren Kram bei Facebook, Gmail, Twitter und Konsorten erledigt habt.

Zum Einen wird dadurch die Möglichkeit, Eure Bewegungen im Netz zu verfolgen, eingeschränkt. Zum Anderen wird so vermieden, dass eine Person, die nach Euch an dem Rechner sitzt, in Euren Sachen rumschnüffeln und Eure Identität stehlen kann. Das gilt natürlich umso mehr wenn Ihr öffentliche Computer benutzt.

7. Nutzt die Bestätigung in zwei Schritten für Eure Konten, wenn sie angeboten wird

Die meisten Attacken auf Benutzerkonten wären nicht möglich gewesen, wenn die Benutzer die Bestätigung in zwei Schritten aktiviert hätten. Diese kleine, aber effektive, Einstellung sorgt dafür, dass Euer Telefon zu einem zusätzlichen Safe wird. Jedes Mal, wenn ein fremder Computer Zutritt zum Konto begehrt, wird ein Sicherheitscode auf das Telefon geschickt. Nur nach der Eingabe des Codes ist der Zugang möglich. Ihr seid daher nicht sofort geliefert, wenn jemand Euren geheimen Zettel mit den Computer-Passwörtern findet.

8. Ändert die Standard Sichtbarkeit Eurer Facebook-Beiträge auf „nur Freunde“ 

Auch wenn es nach der ewigen „Facebook ist böse und klaut Eure Daten“ Berichterstattung eigentlich unvorstellbar erscheint; da draussen sind immer noch unzählige Benutzer unterwegs, die unbewusst Ihre Statusmeldungen mit der Öffentlichkeit teilen. Ändert die Einstellung am besten sofort, indem Ihr hier klickt und die einzelnen Punkte abarbeitet.

9. Löscht den Verlauf des Browsers regelmässig

Das sorgt nicht nur für weniger Müll auf dem Rechner, sondern Ihr könnt dadurch beim Surfen auch weniger überwacht werden. Und wenn es nur dazu dient, dass der Partner oder die Eltern nicht nachvollziehen können, wo Ihr überall gewesen seid.

10. Schaltet Euer Gehirn im online nicht komplett ab 

Wenn alle Benutzer mit einer gesunden Skepsis durchs Netz surfen würden, wären die meisten Online Attacken so nicht möglich gewesen. Im Internet gibt es, genauso wie in sämtlichen anderen Bereichen unseres Lebens, Leute, die es nicht gut mit uns meinen. Wenn Euch also jemand nach Eurer PIN-Nummer, dem Passwort, der Adresse oder einem Nacktbild fragt, stellt Euch einfach kurz mal die Frage, ob Ihr die Daten auch im direkten Kontakt rausgeben würdet. Wenn Ihr Euch diesbezüglich unsicher seid, lasst es einfach. Denn auch wenn Ihr schon tagelang mit Katzenfreund1982 gechattet habt, bedeutet dies nicht, dass er Eure Bank-Geheimzahl wissen muss oder eine Nacktaufnahme von Euch benötigt.

So, das waren jetzt erstmal 10 Tipps für einen sicheren Umgang mit dem Internet. Ich hoffe Ihr könnt damit etwas anfangen. Falls Ihr noch mehr Tipps zum Thema oder Anmerkungen habt, packt sie mir einfach in die Kommentare.

 

 

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