Kategorie: Wissen

  • Google & die KI-Zukunft: Sundar Pichai erklärt den großen Plan – Was kommt nach der Websuche und was bedeutet das für uns? Eine Analyse von Marc Juncke

    Google & die KI-Zukunft: Sundar Pichai erklärt den großen Plan – Was kommt nach der Websuche und was bedeutet das für uns? Eine Analyse von Marc Juncke

    Die KI-Welle rollt – und Google-Chef Sundar Pichai steht, zumindest wirkt es so, mit einem breiten Lächeln auf dem Surfbrett. Nach der Entwicklerkonferenz Google I/O ist klar: Der Tech-Gigant ist nicht nur zuversichtlich, sondern drückt beim Thema Künstliche Intelligenz massiv aufs Tempo.
    Die Quintessenz für mich? KI wird unseren digitalen Alltag fundamental verändern, von der Art, wie wir suchen, bis hin zu völlig neuen Computerplattformen.


    Seit 1997 erlebe und gestalte ich als Unternehmensberater, Digitalisierungsexperte und IT-Direktor die digitale Transformation hautnah mit. Daher habe ich mir Pichais jüngstes Interview im „Decoder“-Podcast mit besonderem Interesse angehört, um zu verstehen: Was heißt das konkret für dich und mich? Und welche Hürden gibt es noch?

    Sundar Pichai, CEO von Google, im Interview über die KI-Zukunft.

    KI – Technologie verändert alles.

    Stell dir vor, eine Technologie verändert alles – so wie einst die Elektrizität oder das Internet. Genau das prophezeit Sundar Pichai für die Künstliche Intelligenz. Im Gespräch mit Nilay Patel von The Verge zeichnet der Google-CEO ein Bild von einer Zukunft, in der KI nicht nur ein Werkzeug ist, sondern die Basis für fast alles, was wir digital tun. Und diese Zukunft, so Pichai, beginnt jetzt.

    Was hat Google auf der I/O wirklich enthüllt – und warum ist das aus meiner Sicht so wichtig?

    Die Google I/O 2025 war vollgepackt mit KI-Ankündigungen. Im Kern geht es darum, die neuesten Fortschritte direkt in die Produkte von Google zu bringen, die Milliarden Menschen täglich nutzen. Selten zuvor in meiner langjährigen Praxis war eine technologische Revolution so direkt und für alle Nutzer im Alltag sichtbar wie die aktuelle KI-Integration in die Google-Produktpalette.

    • AI Mode in der Google Suche: Statt nur einer Liste von Links bekommst du bei komplexen Anfragen oft eine von KI generierte Zusammenfassung direkt angezeigt – die sogenannten AI Overviews. Das Ziel: schnellere, umfassendere Antworten. Eine Revolution für die Suche, die aber auch Fragen aufwirft.
    • Gemini-Modell-Updates: Googles Flaggschiff-KI-Familie Gemini wird immer leistungsfähiger. Es gibt Updates für verschiedene Versionen, darunter das schnelle „Gemini 2.5 Flash„, das in vielen Anwendungen für flüssige Interaktionen sorgen soll. Das ist die „Motor“-Entwicklung, die alles andere antreibt.
    • Kreativ-KI-Tools Veo & Imagen: Mit Veo stößt Google in die Video-Generierung vor – gib einen Text ein und die KI erstellt ein Video. Imagen 3 wiederum verspricht noch fotorealistischere Bilder aus Texteingaben. Diese Tools sollen Kreativen neue Möglichkeiten eröffnen, werden aber auch die Diskussion um Urheberrecht und Deepfakes befeuern.
    • Android XR: Google arbeitet mit Partnern wie Samsung, Gentle Monster und Warby Parker an einer neuen Plattform für Augmented und Mixed Reality. Erste Entwickler-Hardware soll noch dieses Jahr kommen. Das Ziel: eine neue Generation von Computer-Interaktionen, möglicherweise über smarte Brillen. Ein Thema, das mich als IT-Berater schon lange fasziniert – die Verschmelzung von digitaler und physischer Welt.

    Gut zu wissen aus meiner Praxis: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen AEO und SEO?

    • SEO (Search Engine Optimization) kennst du vielleicht: Es geht darum, Webseiten so zu optimieren, dass sie in Suchmaschinen wie Google gut gefunden werden – meist durch Keywords und technische Aspekte.
    • AEO (Answer Engine Optimization) ist die Weiterentwicklung. Hier geht es darum, Inhalte so aufzubereiten, dass sie von KI-Systemen (wie Googles AI Mode oder Chatbots) als die beste und direkteste Antwort auf eine Nutzerfrage erkannt und genutzt werden. Klare Strukturen, präzise Informationen und Vertrauenswürdigkeit (E-E-A-T) sind hier entscheidend. Gutes SEO ist die Basis für AEO.

    Pichais Zuversicht – Woher kommt dieser Optimismus aus meiner Sicht?

    Pichais Zuversicht speist sich aus mehreren Quellen. Zum einen ist Google seit über einem Jahrzehnt ein „AI-first„-Unternehmen und hat massiv in Grundlagenforschung investiert. Dieses langjährige Engagement, so Pichai, trägt jetzt Früchte. Das Motto „Research becomes reality“ (Forschung wird Realität) zieht sich wie ein roter Faden durch seine Aussagen. Als jemand, der viele Technologiezyklen erlebt hat, weiß ich: Solche langfristigen Wetten sind oft die, die sich am Ende auszahlen, auch wenn der Weg dorthin steinig sein kann. Es ist ein Marathon, kein Sprint.

    Zum anderen sieht er die „Tiefe und Breite“ der eigenen KI-Entwicklungen als entscheidenden Vorteil. Google pushe die „KI-Frontier“ auf fundamentaler Ebene, von Text-Diffusionsmodellen bis hin zu komplexen „Weltmodellen“, die ein tieferes Verständnis der Realität ermöglichen sollen. Diese technologische Basis erlaube es, KI nun umfassend in Produkte zu integrieren.

    KI als Plattform-Shift: Was bedeutet das für unseren Alltag und die Unternehmens-IT?

    Pichai ist überzeugt: KI ist nicht nur eine weitere Technologie, sondern ein grundlegender Plattformwechsel, vergleichbar mit dem Aufkommen des Internets oder der mobilen Revolution durch Smartphones. Was heißt das?

    • Neue Interaktionsformen: Wir werden anders mit Computern interagieren – natürlicher, gesprächsorientierter.
    • KI-Agenten: Zukünftig könnten KI-Agenten komplexe Aufgaben für uns erledigen, Informationen über verschiedene Dienste hinweg organisieren und Aktionen ausführen. Stell dir vor, du planst einen Urlaub, und dein KI-Agent bucht Flüge, Hotels und schlägt Aktivitäten vor – alles basierend auf deinen Vorlieben. Als IT-Direktor in einer Anwaltskanzlei sehe ich hier Parallelen: Anstatt mühsam Informationen aus verschiedenen Systemen zusammenzusuchen, könnte ein KI-Agent direkt die benötigten Fallakten, Gerichtsurteile und Korrespondenzen aufbereiten.
    • Demokratisierung der Technologie: KI soll es mehr Menschen ermöglichen, komplexe Dinge zu tun. Sei es Programmieren („Vibe Coding“ – Programmieren durch Beschreiben, was man möchte, eine faszinierende, wenn auch noch in den Kinderschuhen steckende Idee) oder das Erstellen professioneller Videos ohne Vorkenntnisse.

    In meiner Beratungstätigkeit sehe ich, dass viele Mittelständler hier noch am Anfang stehen. Oft höre ich: „Marc, das mit der KI klingt ja spannend, aber wo fangen wir denn an?“
    Meine Antwort ist meist: Fangt einfach an! Startet klein, mit klar definierten Problemen. Das kann die Automatisierung von Kundenanfragen sein, die Optimierung von Lagerbeständen oder die Analyse von Marktdaten. Wichtig ist das Ihr und eure Mitarbeiter schnellstmöglich mit den KI-Systemen vertraut werden. Das Potenzial ist riesig, aber es erfordert eine klare Strategie und die Bereitschaft, Neues zu lernen.

    Konzeptgrafik eines KI-Agenten, der einem Nutzer bei der Reiseplanung auf einem Tablet assistiert

    KI – eine Technologie die alles verändert!

    Stell dir vor, eine Technologie verändert alles – so wie einst die Elektrizität oder das Internet. Genau das prophezeit Sundar Pichai für die Künstliche Intelligenz. Im Gespräch mit Nilay Patel von The Verge zeichnet der Google-CEO ein Bild von einer Zukunft, in der KI nicht nur ein Werkzeug ist, sondern die Basis für fast alles, was wir digital tun. Und diese Zukunft, so Pichai, beginnt jetzt.

    Die Zukunft der Suche: Nur noch Antworten statt Links – Ein Dilemma für Publisher?

    Mit dem „AI Mode“ und den „AI Overviews“ verändert Google die Suchergebnisseite radikal. Statt primär auf Links zu klicken, erhalten Nutzer oft direkte, von KI generierte Antworten.
    Das wirft Fragen auf, insbesondere für Web-Publisher, die von Suchmaschinen-Traffic leben. Pichai betont, dass Google weiterhin bestrebt sei, wertvollen Traffic an Publisher zu senden. Die Links in den AI Overviews seien oft qualitativ hochwertiger und führten zu engagierteren Nutzern. Er sieht es nicht als Nullsummenspiel, sondern als eine Evolution, bei der sich auch die Wertschöpfung verändern kann. Die schiere Menge an Informationen im Web – laut Pichai ein Anstieg von 45% an indexierten Seiten in zwei Jahren – mache neue Organisationsformen ohnehin notwendig.

    Die News Media Alliance, ein Verband von Nachrichtenverlagen, äußerte sich jedoch kritisch und bezeichnete die Übernahme von Inhalten ohne direkte Vergütung als „Definition von Diebstahl„.
    Diese Debatte um fairen Werteaustausch wird die Branche weiter beschäftigen. Es ist ein klassisches Dilemma der Disruption, das ich in meiner Karriere schon oft beobachtet habe: Technologischer Fortschritt schafft neue Möglichkeiten, stellt aber auch bestehende Geschäftsmodelle in Frage.

    Person mit moderner AR-Brille, die kontextbezogene Informationen in ihr Sichtfeld einblendet.

    Android XR & die nächste Computer-Generation: Kommen jetzt wirklich die smarten Brillen, Herr Juncke?

    Google gibt nicht auf: Nach Google Glass wagt sich das Unternehmen erneut an das Thema smarte Brillen und erweiterte Realität (XR). Mit Android XR soll eine neue Plattform entstehen.

    • Partner: Samsung, Gentle Monster und Warby Parker sind als Hardware-Partner an Bord.
    • Vision: Es geht um eine natürlichere Integration von digitalen Informationen in unsere reale Umgebung. Die gezeigten Prototypen demonstrierten Live-Übersetzungen direkt im Sichtfeld.
    • Zeitplan: Entwickler-Hardware soll noch dieses Jahr erscheinen. Ein Massenmarktprodukt ist aber wohl noch weiter entfernt.

    Pichai sieht hier einen langfristigen Trend. Die Herausforderung sei, die Technologie so zu gestalten, dass sie nahtlos und nützlich ist. Der Unterschied zwischen klobigen „Goggles“ (wie bei vielen VR-Headsets) und alltagstauglichen „Glasses“ sei hier entscheidend.
    Als jemand, der die Entwicklung von Wearables von Anfang an verfolgt hat, bin ich hier vorsichtig optimistisch. Google Glass war seiner Zeit vielleicht voraus und hatte Akzeptanzprobleme. Die Frage ist, ob die Technologie und die Gesellschaft jetzt reifer dafür sind.

    Jony Ive & OpenAI: Wie reagiert Google auf die wachsende Konkurrenz – meine Einschätzung.

    Die Nachricht, dass Apple-Designlegende Jony Ive mit OpenAI an einem KI-Hardware-Produkt arbeiten könnte, sorgte für Aufsehen. Pichai reagiert im Interview gelassen: Google konzentriere sich auf die eigene Innovationsgeschwindigkeit und die Nutzer. Das ist die Standardantwort jedes CEOs in so einer Situation. Aber natürlich ist der Wettbewerb ein enormer Treiber. Google weiß, dass es sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen kann.

    Fazit: Die Zukunft ist eine Antwort – und sie wird spannend (und herausfordernd)

    Sundar Pichais Botschaft ist klar: Google sieht sich an der Spitze einer neuen technologischen Welle. Die KI-Transformation ist in vollem Gange und wird, ähnlich wie vor 30 Jahren das Internet, alle Aspekte unseres Lebens durchdringen. Von der Art, wie wir Informationen suchen und konsumieren, über die Werkzeuge, mit denen wir kreativ werden, bis hin zu völlig neuen Computerplattformen wie XR-Brillen – die Veränderungen werden tiefgreifend sein.

    Die Herausforderungen sind dabei nicht zu unterschätzen: der faire Umgang mit Content-Erstellern, die Sicherstellung von Informationsqualität und die Vermeidung von Desinformation in einer KI-gestützten Welt. Google zeigt sich selbstbewusst, diese Herausforderungen meistern zu können, indem es auf seine Forschungsstärke, seine Produktentwicklung und die Zusammenarbeit mit Partnern setzt.
    Gleichzeitig müssen wir als Gesellschaft, als Unternehmen und als Individuen lernen, mit dieser neuen Macht der KI umzugehen. Die KI ist gekommen um zu bleiben – aber es liegt jetzt an uns allen, die richtigen Fragen zu stellen und sicherzustellen, dass diese Antworten uns als Ganzes voranbringen und nicht nur einzelnen Akteuren dienen. Die nächsten Jahre werden entscheidend dafür sein, wie wir die Weichen stellen. Ich bleibe gespannt und, wie immer, kritisch-konstruktiv.

    Eines ist sicher: Die Zukunft wird weniger aus einer Liste blauer Links bestehen und mehr aus direkten, kontextbezogenen Antworten und intelligenten Assistenten. Und diese Zukunft, so Google, hat gerade erst begonnen.

    Wie geht es jetzt weiter?

    Die KI-getriebene Zukunft, wie Sundar Pichai sie für Google und das Web skizziert, ist zweifellos eine der größten Transformationen unserer Zeit. Sie birgt enorme Chancen, aber auch signifikante Herausforderungen. Was sind Ihre Gedanken zu Pichais Vision? Sehen Sie eher die Chancen oder die Risiken? Teil mir gerne Eure Gedanken zu dem Thema über die üblichen Kanäle mit!

    Relevante Keywords, Hashtags, Entitäten & Nutzerfragen

    • Relevante Hashtags:
      • #SundarPichai
      • #GoogleAI
      • #ZukunftDerSuche
      • #KünstlicheIntelligenz
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      • #TechAnalyse
      • #MarcJuncke
      • #GoogleIO (implizit durch den Zeitpunkt und die Themen)
    • Wichtige Entitäten:
      • Personen: Sundar Pichai, Nilay Patel (Interviewer)
      • Organisationen: Google, Alphabet, The Verge (Decoder Podcast)
      • Produkte/Technologien: Gemini (Flash, Pro, Ultra), AI Mode, AI Overviews, Google Search, Veo, Imagen, Android XR, Project Astra, NotebookLM
      • Konzepte: Künstliche Intelligenz (KI), Large Language Models (LLMs), Answer Engine Optimization (AEO), Multimodalität, Plattform-Shift, Digitale Transformation
    • Zentrale (KI-)Fachbegriffe mit laienverständlichen Erklärungen:
      • LLM (Large Language Model): Ein großes Sprachmodell, das darauf trainiert ist, menschliche Sprache zu verstehen, zu generieren und darauf zu reagieren. Man kann es sich wie ein sehr fortgeschrittenes Autovervollständigungs-System vorstellen, das ganze Texte schreiben kann.
      • AEO (Answer Engine Optimization): Die Optimierung von Inhalten, sodass sie von KI-Suchmaschinen direkt als präzise Antworten auf Nutzerfragen genutzt werden können, statt nur als Link in einer Ergebnisliste zu erscheinen.
      • Multimodalität (in KI): Die Fähigkeit einer KI, Informationen aus verschiedenen Arten von Daten gleichzeitig zu verstehen und zu verarbeiten, z.B. Text, Bilder, Audio und Video.
      • KI-Agenten: Autonome oder teilautonome KI-Systeme, die in der Lage sind, im Auftrag eines Nutzers Ziele zu verfolgen und Aufgaben über mehrere Schritte hinweg auszuführen.

    Quellenangabe & Referenzen

  • Die EU im Wandel: Wie geopolitische Spannungen die Cloud-Landschaft verändern

    Die EU im Wandel: Wie geopolitische Spannungen die Cloud-Landschaft verändern

    In den letzten Jahren hat sich die Welt der Technologie und der Cloud-Dienste dramatisch verändert. Die zunehmenden geopolitischen Spannungen, insbesondere zwischen den USA und Europa, haben zu einer Neubewertung der Abhängigkeit von US-amerikanischen Technologieunternehmen geführt.
    Im folgenden betrachten wir, wie europäische Unternehmen begonnen haben, sich von den Cloud-Diensten von Amazon, Google und Microsoft abzuwenden, um ihre digitale Souveränität zu stärken und Sicherheitsrisiken zu minimieren.

    Die EU im Wandel: Wie geopolitische Spannungen die Cloud-Landschaft verändern

    Die Europäische Union (EU) hat historisch eine enge Beziehung zu US-amerikanischen Technologieunternehmen, insbesondere im Bereich der Cloud-Dienste. 

    Unternehmen wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud sind führend in der Branche und bieten umfassende Dienstleistungen an, die von vielen europäischen Unternehmen genutzt werden. Diese Abhängigkeit hat jedoch auch zu Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit geführt, insbesondere im Hinblick auf die CLOUD Act der USA.

    Der CLOUD Act und seine Auswirkungen

    Der CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act) ermöglicht es US-Behörden, auf Daten zuzugreifen, die außerhalb der USA gespeichert sind, was zu Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) der EU führen kann 2 5. Diese Regelung hat europäische Unternehmen dazu veranlasst, ihre Abhängigkeit von US-Cloud-Diensten zu überdenken, da sie befürchten, dass ihre Daten nicht mehr sicher sind.

    Europäische Alternativen

    Infolge dieser Bedenken haben europäische Cloud-Anbieter wie Exoscale und Elastx eine erhöhte Nachfrage nach ihren Diensten verzeichnet. Diese Unternehmen bieten ähnliche Dienstleistungen wie ihre US-amerikanischen Pendants, jedoch mit der Gewährleistung, dass die Daten innerhalb der EU gespeichert und geschützt werden 1 4. Mathias Nöbauer, CEO von Exoscale, berichtete über einen deutlichen Anstieg an Anfragen von Kunden, die US-Cloud-Dienste verlassen möchten 1. Wenn ihr Euch selber ein Bild machen möchtet welche europäischen Alternativen zu den US basierten Anbietern existieren, kann ich Euch das Projekt „European alternatives for digital products“ empfehlen.

    Herausforderungen und Chancen

    Trotz des wachsenden Interesses an europäischen Cloud-Diensten gibt es erhebliche Herausforderungen. Die Infrastruktur und das Angebot der US-amerikanischen Hyperscaler sind umfassend und schwer zu ersetzen. Europäische Unternehmen müssen daher investieren, um ihre eigenen Technologieökosysteme zu stärken und wettbewerbsfähige Alternativen anzubieten 9Marietje Schaake 10, eine Expertin für Cybersicherheit, betont, dass Europa dringend Investitionen in seine digitale Infrastruktur benötigt, um unabhängiger zu werden 1.

    Die EU im Wandel: Wie geopolitische Spannungen die Cloud-Landschaft verändern
    Die EU im Wandel: Wie geopolitische Spannungen die Cloud-Landschaft verändern

    Digitale Souveränität als Ziel

    Die EU hat das Ziel, ihre digitale Souveränität zu stärken, indem sie ihre Abhängigkeit von ausländischen Technologien verringert. Dies erfordert nicht nur Investitionen in europäische Cloud-Dienste, sondern auch eine umfassende Strategie zur Förderung von Technologieunternehmen innerhalb der EU 8. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass Europa bereit ist, Schritte in Richtung Unabhängigkeit zu gehen, auch wenn dies bedeutet, sich von etablierten US-amerikanischen Anbietern abzuwenden.

    Fazit

    Die Entscheidung europäischer Unternehmen, sich von US-Cloud-Diensten abzuwenden, markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung digitaler Souveränität. Trotz der Herausforderungen, die mit diesem Übergang verbunden sind, bietet er auch Chancen für europäische Unternehmen, ihre eigene Technologieinfrastruktur zu stärken und wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Zukunft der Cloud-Dienste in Europa wird von diesen Entwicklungen geprägt sein.

    Quellen

    1. Companies in the EU are starting to look for ways to ditch Amazon…
    2. The Cloud Act – Attention to US Cloud Services
    3. Trump’s Aggression Sours Europe on US Cloud Giants
    4. Trump’s Aggression Sours Europe on US Cloud Giants – WIRED
    5. US Cloud Act: Threat for European Data Protection
    6. Trump’s feud with Twitter might change the internet as we know it
    7. Trump’s Aggression Sours Europe on US Cloud Giants | WIRED
    8. Cross-Atlantic dynamics and the future of EU-U.S. cloud sovereignty…
    9. Can the EU afford to drive out American cloud services?
    10. Marietje Schaake – Non-Resident Fellow, Cyber Policy Center

    Schlüsselwörter

    #Amazon #Google #Microsoft #Cloud-Dienste #EU #Datenschutz #CLOUD-Act #GDPR #Exoscale #Elastx

  • Google Drive – Wie ändere ich die Standard-Schriftart in Text-Dokumenten permanent

    Google Drive (in Deutschland ursprünglich „Google Text & Tabellen“, später „Google Docs“) stellt Euch nicht nur kostenlos 25 GB Netzwerkspeicher zur Verfügung, sondern beinhaltet auch noch eine voll funktionale Office-Suite. Nun bin ich heute beim Verfassen eines Schriftstücks auf das Manko gestossen, dass die Standard-Schriftart „Arial“ in der Textverarbeitung voreingestellt ist. Das ist jetzt kein Weltuntergang, da die Schriftart ja relativ einfach umgestellt werden kann, aber wer sich diesen Arbeitsschritt ein für alle mal sparen möchte, findet hier jetzt die passende Anleitung. (mehr …)

  • Facebook ändert den News Feed in Bezug auf die Facebook-Fan-Seiten – Stand 11.2014

    Falls Ihr es noch nicht mitbekommen habt; Facebook hat mal wieder eine weitere Änderung am News Feed Algorithmus in Aussicht gestellt, aber dieses Mal betrifft es nur die Facebook-Fan-Seiten.

    Laut einer Meldung aus Facebooks Newsroom, hat sich ein Großteil der Facebook-User darüber beschwert, dass sie von Seiten, bei denen sie „gefällt mir“ geklickt haben, zu viele „Werbe-Beiträge“sehen (zusätzlich zur Standard-Werbung).

    Der News Feed enthält bisher zwar Steuerelemente für die Anzahl der Anzeigen, die eine Person sieht; und es gibt auch Mechanismen, die basierend auf dem bisherigen Engagement Werbung anzeigen oder verstecken (wobei es da qualitätsmässig noch ganz viel Luft nach oben gibt). Aber diese Kontroll-Mechanismen sind bisher nicht so eng gewesen, dass auch die Beiträge von Fan-Seiten auf Ihren „Werbe-Charakter“ überwacht wurden.

    Deshalb bringt Facebook neue Volumen- und Inhaltskontrollen für Werbebeiträge, damit die Benutzer mehr von dem, was sie wirklich von Seiten sehen wollen, auch zu sehen bekommen.

    Das hört sich prinzipiell ja erstmal gut an, doch was bedeutet das nun für die Facebook Fanseiten-Admins? (mehr …)

  • Wie kann ich Facebooks nervige Spiele blockieren?

    Es gibt wenige Features auf Facebook, die so polarisieren wie die Spiele-Apps. Die eine Seite liebt sie, während der anderen Seite schon beim Gedanken an eine „Spiele-Anfrage“ der Kamm schwillt. Damit Ihr jetzt aber nicht an einem Herzinfarkt sterben müsst, gibt es bei Facebook die Möglichkeit Apps (und damit auch alle zukünftigen Anfragen zu diesen Apps) zu blockieren. Das ist auch kein Hexenwerk, sondern bedarf nur einiger Klicks. (mehr …)

  • Womit erstelle ich QR Codes?

    Um QR-Codes zu erstellen nutze ich den QR-Code-Generator von Andreas Haerter und Andreas Wolf. Das ist ein absolut praktisches Tool, mit dem Ihr „QR-Codes“ für sämtliche Lebenslagen erstellen könnt. Vielen Dank an die Beiden für die kostenlose Bereitstellung Ihres Services unter: http://goqr.me/

    QR Code Facebook-Page-mjuncke

    Habt Ihr Fragen oder kennt Ihr vielleicht sogar einen besseren „QR-Code-Generator“? Dann schreibt diese mir in die Kommentare.